Gibt es eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor? Charles Dickens
DANKE HUMOR
«In der Psychiatrie stellen Heiterkeit und Humor wichtige therapeutische Zugangsmöglichkeiten zum Patienten dar. In der regelmässig durchgeführten Humorgruppe mit älteren und alten psychisch kranken Menschen habe ich als behandelnder Assistenzarzt der Psychiatrischen Klinik während mehreren Monaten festgestellt, dass eine humorvolle therapeutische Haltung und Thematik vielen Patienten auf spielerische Art und Weise hilft, lebhafter im Kontakt zu werden, sich vermehrt zu öffnen, mehr von sich zu erzählen und dadurch auch besser Kontakt zu anderen Patienten und zu ihrem bisherigen Leben zu finden.»
Dr. med. Marc Walter, Universitäre Psychiatrische Kliniken, Basel
«Für mich bedeutet Humor das Salz des Lebens, ohne NaCl können wir Menschen nicht überleben. Damit unser Elektrolytenhaushalt auch in unserer Alters- und Pflegeheimresidenz intakt bleibt, lebt das Heim mit dem Leitgedanken «Wir pflegen auch den Humor und die Heiterkeit.» Spontaner, subtiler sowie situationsangepasster Humor und das Lachen dürfen täglich gelebt und erlebt werden. Einiges lebt bereits ... jedoch viel ist noch zu tun.»
Rita Rust, Leiterin Pflegedienst Grossfeld, Kriens
«Das Leben in einer Nachkriegszeit ist immer von Humor begeleitet, da der Alltag mit seinen Mängeln oft komische Situationen hervorruft. Erst muss er entdeckt werden als ein helfendes Licht in der Dunkelheit, sozusagen freigeschaufelt unter den Trümmern.»
Beatrice Rutishauser, Koordinatorin eines Hilfsprojektes in Ex-Jugoslawien, Basel
Galgenhumor funktioniert bei mir am besten. Diese Art von Humor zeigt die verzweifelte Variante: Heiterkeit, wenn die Situation schon aussichtslos zu sein scheint. Der Humor zur Abwehr depressiver Themen ist nicht selten schwarzer Humor, der speziell destruktive, ängstigende und deprimierende Themen zum Gegenstand hat. Entscheidend ist die Wirkung und die Botschaft: «Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen, ich lache selber darüber.»
Ruedi Josuran, Moderator Radio DRS, Co-Autor des Buches «Mitten drin und nicht dabei - Mit Depressionen leben lernen»
«Warum ist mir das Lachen so wichtig im Leben: Es gibt doch genug Elend, und dass dieses wenigstens etwas in den Hintergrund gerät und man für ein paar Stunden den Alltag vergisst. Und ausserdem weckt man als lachende Person immer noch das Positive im Menschen, davon bin ich überzeugt. Freunde, die mich besuchen, bringen mich zum Lachen. Ich kann mich mit solch guten Kameraden in der heutigen Zeit glücklich schätzen. Ich bin trotz Behinderung noch ein glücklicher Mensch. Humor ist deshalb so wichtig für mich, weil dieser Charakterzug perfekt meine Seele spiegelt.»
C. Broschart, durch Autounfall schwer behinderter junger Mann, Saarland
«Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Bei Krankheit vergeht einem häufig der Humor. Dabei vergessen wir, dass eine intakte Seele die Grundvoraussetzung für einen gesunden Körper darstellt. Chronische Krankheiten haben einen viel günstigeren Verlauf, wenn wir sie positiv, respektive mit Humor annehmen. Deshalb gilt auch für uns Pflegende: Das Lachen nie verlieren!»
Dr. med. Jürg Lareida, Stoffwechselspezialist, Aarau
«Rencontrer une personne dans son isolement et sa souffrance au travers d'un sourire, d'un bon mot, d'une blague aimable ou drôle, c'est lui redonner un peu de joie, un moment d'évasion et le sentiment profond qu'elle existe à nos yeux. C'est pourquoi cette fondation me tient à coeur.»
Paul Dubey, Bâle
Presseartikel
BaZ - 28.02.2006: Humorprofis bringen Senioren zum Lachen